Bozen - willkommen in der Hauptstadt!
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Bozen, willkommen in der Südtiroler Hauptstadt!

Panorama von Bozen - Foto: Hubert Berberich - CC BY 2.5
Foto: Hubert Berberich - CC BY 2.5
Bozen (ital. Bolzano) die Hauptstadt der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol (ital. Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige) und somit Sitz der Südtiroler Landesregierung und des Landtags. Die Stadt gehört mit etwa 104.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den größten urbanen Zentren des Alpenraums und ist darüber hinaus Schmelztigel österreichischer und italienischer Kultur. Die Stadt liegt an der Mündung der Talfer in die Etsch. Dadurch befindet sich Bozen auch am Kreuzungspunkt der oberen Etsch- und der Eisacktalfurche Richtung Reschenpass und Brenner.

1997 wurde die Freie Universität Bozen gegründet, die über fünf Fakultäten verfügt und mehrsprachige Studiengänge (deutsch, englisch und italienisch) in Bozen, Brixen und Bruneck anbietet. Außerdem wurde 1964 die Diözese Bozen-Brixen eingerichtet, welche die autonome Provinz Bozen umfasst. Seither ist Bozen Bischofssitz. Der regionale Hauptsitz der öffentlichen Rundfunkanstalt RAI liegt ebenfalls in Bozen und produziert Sendungen in italienischer, deutscher und ladinischer Sprache. Daneben haben auch der österreichische Rundfunk (ORF), der italienischsprachige Privatsender Videobolzano 33 und andere Rundfunkanstalten Niederlassungen in Bozen.

Wirtschaft und Mobilität

Messe BozenMit über 61.000 Beschäftigten ist die Stadt das größte wirtschaftliche Zentrum Südtirols. Neben der Industrie ist der Weinbau einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Das mediterrane Klima begünstigt den Anbau fast aller weißen und roten Rebsorten. Gekeltert werden die Weine vorrangig in der Kellerei Bozen, einer Weinbaugenossenschaft. Die Messe Bozen, eines der größten Messezentren des Alpenbogens, zieht jährlich über 2.500 Ausstellerinnen und Aussteller sowie über 220.000 Besucherinnen und Besucher an. Der öffentliche Verkehr in Bozen wird derzeit fast ausschließlich von Bussen abgewickelt, die mit Methangas betrieben werden. In den nächsten Jahren soll Bozen wieder eine Straßenbahn erhalten. Die Altstadt ist für den Individualverkehr gesperrt. Der Bozener Hausberg, der Virgl und der Reichrieglerhof bzw. die Guntschnapromenade sind über Standseilbahnen erreichbar.

Geschichte

Bozner Dom - Foto: WP-User: Mummi - GNU-FDL
Foto: Wikipeida-User: Mummi - GNU-FDL
Ende des 12 Jahrhunderts befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet ein Markt und ein Platz sowie ein Pfarrer. Für Gottesdienste wurde die Marienkirche genutzt, an deren Stelle heute der Dom steht. Diese frühurbane Struktur geht auf die Initiative der Bischöfe von Trient zurück, die inmitten des, ansonsten von ländlichen Randsiedlungen geprägten Raumes, diese Marktsiedlung gründeten. 1265 erhielt der Markt das Stadtrecht. Traditionell wurden immer wieder Jahrmärkte abgehalten. Ab dem 16. bzw. 17. Jahrhundert erlangte Bozen überregionale Bedeutung. Dies wurde unter anderem durch die Zuwanderung aus Süddeutschland und Österreich begünstigt, die für neue Impulse sorgte. So florierte in der vom Handel geprägten Stadt auch das Handwerk. Die bozener Handwerker erarbeiteten sich auf ihren Gebieten einen hohen Spezialisierungsgrad und die Qualität ihrer Arbeiten war überregional bekannt.

Claudia de‘ Medici, die Erzherzogin von Österreich und Landesfürstin von Tirol, gewährte 1635 das Bozener Merkantilmagistrat (Handelsgericht). Das Siedlungs- bzw. Stadtgebiet vergrößerte sich laufend, was schließlich auch zu einer Eingemeindung der umliegenden Dörfer führte.

1848 wurde in Bozen die erste Baumwollspinnerei gegründet und damit das Industriezeitalter eingeleitet. In Folge des Friedensabkommens von St. Germain fiel Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg von Österreich an Italien. Durch die faschistische Assimilierungspolitik Mussolinis siedelten sich zahlreiche Italienerinnen und Italiener in Bozen bzw. Südtirol an, was zu vielerlei sozialen Spannungen führte. Außerdem wurden während dieser Zeit, in der immer noch vom Handel geprägten Stadt, zielgerichtet Industriebetriebe angesiedelt bzw. deren Ausbau gefördert.

Sport

HC Bozen - Foto: Mauro Mazzio - GNU-FDL
Foto: Mauro Mazzio - GNU-FDL
Von allen italienischen Städten ist Bozen diejenige, deren Bevölkerung am meisten sportlich aktiv ist. Darüber hinaus werden hier zahlreiche Sportveranstaltungen durchgeführt. Der HC Bozen gehört zu den erfolgreichsten Eishockeyteams Italiens, während der EV Bozen 84 derzeit in der zweithöchsten Eishockeyliga des Landes spielt. Bei den Frauen war der Hockey Club Eagles Bozen führend, der jedoch 2008 aufgelöst wurde. Im Fußball spielt der FC Südtirol in der Lega Pro Prima Divisione, der dritthöchsten italienischen Liga.

Das Frauen-Basketballteam Basket Club Iveco Lenzi spielte von 2003 bis 2006 in der obersten Liga. Die beiden Männer-Basketballteams sind leider weniger erfolgreich und spielen in der Serie D bzw. C. Daneben verfügt Bozen noch über eine erfolgreiche Handballmannschaft des SSV-Bozen und über ein Männer sowie ein Frauen-Rugbyteam. Der SSV-Bozen hat auch eine Faustballmannschaft, die gleichzeitig die italienische Nationalmannschaft in dieser Sportart darstellt.

Der Giro d’Italia, der auch durch Südtirol führt, hatte 2003 und 2010 Etappenziele in Bozen.
Jährlich findet am 31. Dezember die BOclassic, ein international besetzter Straßenlauf über zehn Kilometer für Männer und fünf Kilometer für Frauen statt. Seit 2010 wird der Südtirol-Marathon ausgetragen, der von Meran nach Bozen führt.

Wichtige Sportstätten sind das Eishockeystadion Eiswelle (ital. Palaonda), das Drusus-Stadion (Fußball), das Europastadion (auch American-Football-Stadion), die Stadthalle und der Sportpalast.

Anreise und Unterkunft

Flughafen Bozen - Public DomainDer Flughafen Bozen (ital. Aeroporto di Bolzano Dolomiti) wird vielfach von privaten Maschinen und Geschäftsreiseflugzeugen frequentiert. Linienflüge werden derzeit nur von der Air Alps nach Rom angeboten. Die nächstgelegenen Flughäfen befinden sich in Innsbruck, Zürich, München und Mailand. Durch die Brennerautobahn ist die Stadt in das Europäische Autobahnnetz eingebunden und aus Innsbruck und München gut erreichbar. Außerdem gelangt man von Tirol auch über den Reschenpass westlich des Brenners und von Lienz in Osttirol über Innichen nach Bozen.

Aus Innsbruck, München, Mailand, Venedig und Rom verkehren regelmäßig Züge, da Bozen an der Brennerbahn liegt. Die Bozen-Meran-Bahn verbindet die Stadt, wie der Name sagt, mit Meran. In Bozen und Umgebung stehen zahlreiche Unterkünfte bereit. Das Spektrum reicht von gut ausgestatteten Hotels mit ausgezeichnetem Service, über Frühstückspensionen und Appartments bis hin zur Jugendherberge. Für Naturverbundene gibt es einige Campingplätze oder auch die Möglichkeit in der näheren Umgebung Bozens Urlaub am Bauernhof zu machen.

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